Street Food Tour in Saigon

Street Food Markt

Die Küche Vietnams ist sehr vielfältig, schmackhaft und gesund. Während meiner Reise habe ich mir einige lokale Köstlichkeiten wie z.B. die Hoi An Pfannkuchen schmecken lassen. Besonders freute ich mich auf die Street Food Tour in Saigon. Abseits der Touristenlokale wollte ich erkunden, was die Einwohner der Millionenmetropole mögen. Die Tour kann man mit einer aufregenden Fahrt auf dem Scooter, dem Moped, verbinden. Oder man geht zu Fuß und nimmt für die langen Strecken das Taxi.

Kosten ist ein Muss

Street Food Tour historisches Haus

Ms. Doan vom Hoa Tuc Restaurant holt mich am Morgen im Hotel ab und wir fahren in den Bezirk 3.

Zunächst schauen wir uns in einem historischen Haus um. Hier haben sich die Widerstandskämpfer im Vietnamkrieg versteckt. Auf engstem Raum im unbeleuchteten Keller harrten sie aus. Waffen wurden in Schranktüren untergebracht und von den Frauen in Körben voller Obst und Gemüse zum Markt geschmuggelt.

Heute befindet sich der Markt gleich vor der Tür. Eigentlich kann man hier alles kaufen. Es ist Samstag und vor allem die älteren Frauen sind unterwegs, um die Wochenendeinkäufe zu erledigen.

Das frische Obst und Gemüse kommt aus der nördlichen Bergregion um Dalat und aus dem fruchtbaren Mekong-Delta im Süden. Die Erdbeeren schmecken etwas saurer als bei uns, aber natürlich überwiegen die tropischen Früchte. Mango, Pomelo, Mangosteen, Rambutan, Litschi, Drachenfrucht – um nur einige zu nennen. Früchte werden zur Herstellung der typischen Desserts verwendet. Kosten ist ein unbedingtes Muss.

Street Food Desserts

Eine Köstlichkeit jagt die nächste

Autorin Street Food TourDie frischen Kräuter auf dem Markt sind natürlich für die Köchin besonders interessant. Sie geben den Speisen erst den typischen Geschmack z. B. der Pho.

Diese Nudelsuppe wird mit Rindfleisch, Hühnerfleisch oder Tofu zubereitet. Dazu werden viele verschiedene Kräuter und Saucen gereicht, mit denen man seine Suppe je nach Geschmack würzen kann.

Pho passt einfach zu jeder Tageszeit. Und selbst bei 35 Grad wirkt sie sehr belebend.

Durch kleine Seitenstraßen und Gassen laufen wir zur nächsten Köstlichkeit – Bánh Mì. Hier trifft französisches Baguette auf vietnamesische Aromen und landestypische Zutaten wie Zitronengras, Ingwer oder Koriander. Wir genießen das Bánh Mì mit in der Pfanne gebratenem Tofu, Schinken und Ei, eingelegtem Gemüse und verschiedenen Saucen. Besonders die jungen Leute treffen sich am Samstag hier zum Frühstück. Es ist gar nicht so einfach, einen freien Tisch zu bekommen.

Street Food Banh Mi

Lotusblumen und Betelblätter

Nur einen Katzensprung entfernt befindet sich der Blumenmarkt. Besonders die Lotusblumen, Nationalblume Vietnams, haben es mir angetan. Meine Begleiterin erzählt mir, dass Blumen in Vietnam nicht anlässlich eines Geburtstages verschenkt oder als Dankeschön für eine Einladung mitgenommen werden. Sie spielen eine große Rolle für den Hausaltar und als Opfergabe im Tempel.

Street Food Flower Market

Eigentlich bin ich schon so richtig satt, aber es wartet noch eine weitere leckere Speise. In einem kleinen Lokal bestellen wir am Spieß gegrilltes Rindfleisch in Betelblättern. Ich erwarte von den Betelblättern einen bitteren Geschmack, aber sie geben dem Fleisch einen besonders intensiven Geschmack. Dazu kommen Nudeln, eingelegtes Gemüse und Salat, alles zusammen in Reispapier eingewickelt. Wer mag, kann auch ziemlich scharfe Chili dazu nehmen. Zum Glück bekomme ich eine Anleitung, wie man die Zutaten in das Reispapier wickelt.

Okay, mit ein bisschen Übung klappt auch das Einwickeln. Inzwischen ist Mittagszeit und ich bin nach den vielen Snacks und Gerichten super satt. Alles war sehr lecker und ich habe viel über die Gewohnheiten und das Alltagsleben in Saigon erfahren.

Und während man woanders in der Stadt vielen Touristen begegnet, habe ich heute auf der ganzen Tour ausschließlich Vietnamesen gesehen.

Möchten Sie auch probieren?

Diese Tour wird als Kleingruppen- oder Privatprogramm angeboten. Wenn Sie mehr über die vietnamesische Küche lernen möchten, können Sie auch an einem Kochkurs teilnehmen. Oder Sie verbinden das Street Food Abenteuer mit einer abendlichen Tour auf dem Rücksitz eines Mopeds und erleben, wo und wie die Saigoner ihren Feierabend verbringen.

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Mandy Pjede

Reisen ist mein Lebenstraum und so höre ich von Freunden oft „Du bist ja nie da!“. In den vergangenen 10 Jahren bei EAT habe ich einige Abenteuer vor allem in „meinen Ländern“ Myanmar und der Region Indochina erlebt. In besonderer Erinnerung behalte ich z.B. die rutschige Wanderung im Regenwald von Nordlaos, die Ballonfahrt über Bagan oder auch das „Hinter-den-Ohren-Waschen“ der Elefanten im „Elephant Hills“.