Durch Kambodscha und Laos

Durch Kambodscha und Laos

Der nachfolgende Beitrag wurde von unserem langjährigen Kunden, Herrn Florian Meyer, gestaltet. Er hat uns auch die Fotos zur Verfügung gestellt.

Anfang November in Berlin – es wird langsam kalt und regnerisch, unangenehm einfach. Ich brauche Sonne! Der Urlaub war schon lange gebucht und ab ging‘s nach Kambodscha und Laos. Für drei Wochen! Gebucht, wie schon seit Jahren, bei EAT in Berlin am Alex.

Und wir haben’s wieder richtig gemacht! Mit Qatar Airways ging es ab Tegel über Doha nach Bangkok und von dort mit Bangkok Airways nach Phnom Penh. Hier lachte die Sonne und es war so schööön warm! Ich liebe es.

Nationalmuseum Phnom Penh

Gleich am ersten Abend konnten wir erleben, dass sich in der Hauptstadt Kambodscha’s seit meinem Besuch vor ca. 10 Jahren sehr viel verändert hat. Die Stadt ist lebendiger geworden und der neugierige Fremde kann getrost 3 Tage für eine Erkundung einplanen. Außerdem kann man von Phnom Penh sehr gut die schönen Tempel im Süden während eines Tagesausflugs erkunden.

Im Wat Phnom (Phnom Penh)

Auch das Angebot der Khmer-Küche hat mich positiv überrascht. Also gleich am Abend in Phnom Penh ging es in der Umgebung unseres Hotels „Landscape“ (kein Boutique-Hotel, aber sehr gute Lage am Fluss und preiswert!) auf „Futtersuche“. Unsere mitgereisten Freunde kennen die asiatische Küche ebenfalls von mehreren Reisen. So war es kein Problem, ein nettes kleines Restaurant mit landestypischer Küche an der Uferpromenade zu finden.

Koestlichkeiten der Khmer-Küche (Phnom Penh)

Um es gleich vorweg zu nehmen: Das Vorurteil, „die kambodschanische Küche ist aus Thailand, Laos und Vietnam geklaut, nur schlechter“, ist überholt! Vielleich nicht so vielfältig wie bei den Nachbarn, aber auf jeden Fall sehr schmackhaft. Ich kann nach dieser Reise Khmer-Küche nur empfehlen!

Schon an diesem ersten Abend lernten wir den Klassiker kennen: Amok, eine spezielle kambodschanische Gewürzmischung. Amok-Gerichte werden in der Regel in einer ausgehöhlten Kokosnuss serviert, Fleisch, Fisch bzw. Garnelen werden mit dieser speziellen Würzmischung in Kokosmilch gedünstet. Ein würdiger und origineller Beitrag der Khmer zu den klassischen Currygerichten dieser Welt. Unbedingt probieren! Es schmeckt exzellent. Da wir zu viert am Tisch saßen, konnten wir mehrere Vor-und Hauptspeisen genießen.

Noch ein Tipp: In den Restaurants mit ausländischen Gästen wird etwas dezenter gewürzt. Deshalb bei Bedarf Chili, Fischsauce, Sojasauce, Knoblauch, Koriander etc. extra bestellen, gibt es ohne Aufpreis. In den Garküchen kommt das meistens ungefragt auf den Tisch, nachwürzen kann gefährlich sein!

Aber man kann ja nicht nur Essen. Nach 3 Tagen ging´s auf Tour. Die große Rundreise begann. Sechs Stunden Autofahrt mit Besichtigungen unterwegs bis Battambang, weiter mit dem Boot über Kanäle und den Tonle Sap 8 Stunden nach Siem Reap.

Bootsfahrt von Battambang nach Siem Reap

Dort natürlich die wichtigsten Tempel gesehen, aber auch mit einem Ausflug nach Kbal Spean und Phnom Kulen, sehr zu empfehlen. Und immer wieder am Mekong entlang, mit Ziel Südlaos mit einem Abstecher in die Berge Richtung vietnamesischer Grenze. Unterwegs haben wir sehr viele „alte Steine“ d.h., Tempel und historische Stätten gesehen. Nicht nur in Angkor, sondern überall im Land.

Relikt in Kbal Spean

Der Liegende Buddha von Phnom Kulen

In der Stadt Kratie hatten wir fast zwei Stunden Zeit, Süßwasserdelphine (Irrawady-Delphine) zu beobachten. Ich war der Meinung, solch einen Programmpunkt kann man fast nicht planen. Wer weiß schon ob die Delphine sich uns zeigen wollen, wo sie sich gerade aufhalten!

Aber es war beeindruckend. Ich habe sie gesehen. Sehr oft sogar und recht nahe am Boot. Es waren offenbar ganze Familien, also auch Elterntiere, die ihre Jungen begleiteten. Sehr beeindruckend. Delphine kannte ich schon von früher. Aber eben in hoher See, im Salzwasser. Das ist nicht vergleichbar. Hier sind sie noch zutraulicher als auf See, ich bin begeistert. Leider sind meine Fotos nicht so gut geworden. Man braucht wohl doch einen besseren, „richtigen“ Fotoapparat und nicht nur eine „kleine Knips mit etwas Zoom“. So konnte ich aber in aller Ruhe die Delphine beobachten, und die Tiere konnten so noch etwas zutraulicher werden. Ich denke, unsere kleine Gruppe war ebenso fasziniert wie ich.

Es war für mich einer der Höhepunkte dieser Reise.

Aber es gab noch viel mehr zu sehen. So z.B. die beeindruckende Landschaft und Natur am Mekong sowie die Minderheitendörfer in den Bergen im Nordosten Kambodschas.

Weberin auf dem Bolaven-Plateau (Südlaos)

Reisfelder in frischem grün oder gelb, eine Reihe großer und auch kleine Wasserfälle. Die Mekong-Kaskaden gleich hinter der Grenze nach Laos sind die größten in ganz Südostasien. Das kann man dann vor allem hören. Die tosenden Wasser stürzen zwar nicht hunderte Meter in die Tiefe. Aber dafür ziehen sie sich in einer Breite von vielen hundert Metern bis zu einigen Kilometern hin. So ergibt sich eine enorme Vielfalt dieser Flusslandschaft.

Ich konnte mich einfach nicht satt sehen – beinahe hätte ich das Fotografieren vergessen.

Wir waren an diesem beeindruckenden Ort zirka drei Stunden. Aber ich hätte noch viel länger dort verweilen mögen.

Mekong-Fälle in Suedlaos

Nun ja, vielleicht beim nächsten mal. Es war bestimmt nicht meine letzte Reise nach Asien.

Also viel Spaß beim Reisen, Beobachten, Erleben und Lernen bei Freunden in fremden Ländern – Auf dass diese dann nicht mehr so fremd und ‘fern’ sein mögen.

Tempelanlage Wat Phou (Suedlaos)

Die Reise von Herrn Meyer war ein individuell zugeschnittenes Sonderprogramm. Wesentliche Inhalte seiner Tour sind u.a. enthalten in unseren Programmen “Von Phnom Penh nach Südlaos – Weltkulturerbe und Naturschauspiel am Mekong”, “Glanzlichter Laos’ und Kambodschas” und “Pakse und der unentdeckte Süden”.

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Dr. Bernd Jordan

Für EAT erkunde ich am liebsten neue Reiseziele. In jüngster Zeit haben mich besonders die wilde Gebirgslandschaft im Norden von Laos, in Myanmar das Tempelfeld von Mrauk U und die Region südlich von Yangon beeindruckt. Großes Potenzial für alle Entdecker haben die Regionen Mondulkiri und Rattanakiri in Kambodscha. Wer von Phnom Penh nach Angkor will, sollte unbedingt den Landweg über Battambang wählen und von dort mit dem Boot über den Tonle Sap schippern. Hier findet man zwischen zwei touristischen Hotspots noch das ursprüngliche Asien und seine liebenswerten Menschen.

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