Weltkulturerbestätten Indochinas: Eine Reise nach Vietnam und Kambodscha

Weltkulturerbestätten Indochinas: Eine Reise nach Vietnam und Kambodscha

Um 06:20 Uhr Ortszeit landet unser Flug VN 36 auf dem Flughafen Hanoi. Nach ca. 45 Minuten Fahrt erreichen wir das Zentrum der Stadt und das „Lotte Hotel Hanoi“ für unsere Übernachtung. Ein Spaziergang durch Hanois altes Viertel, auch bekannt als „36 streets“, ermöglicht erste Kontakte mit der örtlichen Bevölkerung. Sofort haben wir auch die Möglichkeit, die verschiedenen Delikatessen Vietnams in dieser lebhaften Gegend mit kleinen Straßen und engen Gassen, die Heimat von tausenden kleinen Geschäften und Garküchen ist, zu kosten.

Am Hoan-Kiem-See besuchen wir die „Schildkrötenpagode“ und den Ngoc Son Tempel. Anschließend fahren wir zur königlichen Zitadelle Thang Long (UNESCO-Weltkulturerbe), die bis 1810 Sitz des vietnamesischen Gerichts war. Allerdings kann heutzutage nur noch das Haupttor der Zitadelle besichtigt werden. Im Tempel der Literatur, der ersten Universität Vietnams erhalten wir spannende Einblicke in die Vergangenheit Vietnams. Die Gartenanlage und eine gut erhaltene Architektur machen diesen Tempel sehenswert.

Hanoi: Absolventen im Literaturtempel

Der neue Tag beginnt für uns noch vor dem Frühstück, um die ersten Sonnenstrahlen einzufangen und zu sehen wie Hanoi bei den morgendlichen Aktivitäten der Einheimischen erwacht. Nach dem Frühstück dringen wir in das ländliche Nordvietnam vor und fahren für etwa 2,5 Stunden nach Hoa Lu, Vietnams erster Hauptstadt.

Als erstes besuchen wir die Bich Dong Pagode, die 1428 erbaut wurde und aus 3 Pagoden besteht. Diese können in aufsteigender Reihenfolge besichtigt werden. Die alte Hoa Lu Zitadelle ist zwar größtenteils zerstört, aber trotzdem ist sie einen Besuch wert. Die Zitadelle erstreckte sich einst über ein Gebiet von drei Quadratkilometern.

Höhepunkt des Tages ist eine Bootsfahrt auf dem Hoang-Long-Fluss durch die Trang-An-Grotten in der „Trockenen Halong-Bucht“. Das kristallklare Wasser des Flusses und die spektakulären Kalksteinfelsen haben mich sehr beeindruckt.

Vietnam: Trockene Halong-Bucht

Vietnam: Trockene Halong-Bucht

Am nächsten Tag verlassen wir Vietnams Hauptstadt und fliegen ca. 1,5 Stunden nach Siem Reap, Kambodscha. Siem Reap ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und liegt nahe des Tonle Sap Sees. Die Stadt ist Ausgangspunkt um den weltberühmten Angkor Park (UNESCO-Weltkulturerbe) mit etwa 40km² und mehr als 100 Tempeln aus dem 9. bis 13. Jahrhundert zu erkunden. Siem Reap und der einzigartige Angkor Park ziehen zunehmend Besucher aus aller Welt an. Unser Hotel „Angkor Village Resort“ befindet sich 30 Minuten vom Angkor Wat Tempel entfernt. Angkor Wat gehört zu den weltweit bedeutendsten kulturhistorischen Stätten und wurde 1972 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Angkor Wat

Der folgende Tag beginnt für uns um 5 Uhr morgens. Wir fahren zum größten religiösen Tempel der Welt, dem Angkor Wat, um den Sonnenaufgang zu genießen. Im frühen 12. Jahrhundert unter Suryavarman II gebaut, soll Angkor Wat die Gipfel des Berges Mount Meru, Heimat der Götter repräsentieren. Innerhalb des Tempels sind die Wände mit Basreliefen und Schnitzereien verziert, die Szenen aus der hinduistischen Mythologie sowie Kriege, die unter der Herrschaft von Suryavarman II stattfanden, darstellen.

Ich habe bereits einiges über dieses Weltwunder gehört, aber meine Erwartungen wurden übertroffen!

Ein weiterer Höhepunkt ist der einzigartige Ta Prohm Tempel, da er größtenteils so belassen wurde wie er wiederentdeckt wurde: überwachsen mit Urwaldbäumen, die einige Teile des Tempels zusammensacken ließen. Gerade am frühen Morgen ist dieser unvergessliche Ort noch sehr ruhig und friedlich.

Angkor: Ta Prohm

Zurück im Hotel haben wir Zeit für ein leckeres Frühstück mit kambodschanischer und westlicher Küche und für ein Bad im Pool, bevor wir am Nachmittag nach Angkor Thom fahren.

Unsere Autorin am BayonAngkor Thom war die letzte Hauptstadt des großen Khmer Reiches und ist von einer 8 Meter hohen Mauer umgeben, die im perfekten Quadrat erbaut wurde. Wir betreten die Stadt durch das imposante Steintor mit aus Stein gehauenen Elefanten und vier riesigen Gesichtern. Als nächstes steht der Bayon Tempel auf unserem Besichtigungsprogramm. Eine Besonderheit dieses Monuments sind die 54 Türme mit je vier Gesichtern, die die 54 Provinzen des großen Khmer Reiches repräsentieren.

Der erlebnisreiche Tag endet mit einer entspannten Fahrt in Gondeln auf dem Wassergraben von Angkor Thom zum Sonnenuntergang.

Angkor: Angkor Thom

Am letzten Tag besuchen wir den prachtvollen Tempel Banteay Srei, der sich außerhalb des Angkor Parks befindet. Die so genannte „Zitadelle der Frauen“ ist der am besten erhaltene Tempel in Kambodscha und beherbergt einige der schönsten Beispiele für die klassische Baukunst der Khmer sowie bemerkenswerte feinste Steinschnitzereien, die den Hindu Gott Shiva darstellen.

Banteay Srei ist einzigartig, da der Tempel aus rotem Sandstein erbaut wurde, den man sonst nicht im Angkor Park finden kann.

Angkor: Banteay Srei

Bei dem Besuch einer Goldseidenfarm erhalten wir Einblicke in die Arbeitstechniken der Produkte, die aus dem einzigartigen gelben Seidenwurm hergestellt werden. Das Landminenmuseum ist die letzte Station unseres Besichtigungsprogramms in Siem Reap. Hier sind die Schrecken des Krieges die Kambodscha und seine Bevölkerung erleiden musste noch deutlich spürbar. Der Museumsgründer Aki Ra war gezwungen während des Regimes der Roten Khmer als Kindersoldat zu dienen. Heute widmet er sich der Minenentschärfung. Zu sehen sind Minen, Granaten und Bomben aus amerikanischer, chinesischer, russischer und vietnamesischer Produktion. Informationstafeln und Fotos ergänzen das Arsenal und vermitteln einen Eindruck von den Gefahren, denen die Kambodschaner bis heute noch ausgesetzt sind.

Eine unvergessliche Reise mit Höhepunkten zweier Weltkulturebestätten neigt sich dem Ende. Im Flugzeug Richtung Deutschlang bleibt genug Zeit um die Einblicke in die Kultur, Natur und das Leben der Bevölkerung zu verarbeiten.

Share

Ines Schröder

Während meiner ersten Inforeise nach Taiwan packte schließlich auch mich das Asienfieber. Taiwan hat mich mit seiner kulturellen Vielfalt, den kulinarischen Köstlichkeiten und mit seiner Gastfreundschaft sofort in den Bann gezogen. In der Zwischenzeit habe ich bereits die Tempel von Angkor in Kambodscha erkundet und die Wüstenstadt Dubai kennengelernt. Weitere Reisen auf den asiatischen Kontinent folgen sicher bald.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.