Vulkan Fuji – Majestätische Schönheit im Dornröschenschlaf

Vulkan Fuji – Majestätische Schönheit im Dornröschenschlaf

Majestätisch thront er 3.776 Meter über Honshu, einer der vier japanischen Hauptinseln. Der Fuji-san, wie die Japaner ihn nennen, ist Nationalheiligtum und Touristenmagnet zugleich.

Schüchtern wie er ist, versteckt sich der höchste Berg Japanas oft eingehüllt in weiße Watte hinter einem dichten Nebelkleid. Wenn er aber bei guter Laune ist und das Wetter mitspielt, dann kann man seinen nahezu perfekt symmetrisch geformten Vulkankegel sogar von der pulsierenden Hauptstadt-Metropole Tokyo aus 80 bis 100 km Entfernung sehen. 2013 wurde der Fuji in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

Gute Aussichtspunkte von Tokyo aus sind das Gebäude des Tokyo Metropolitan Government Office im Bezirk Shinjuku, der Tokyo Tower mit Café in luftiger Höhe von 125 Metern und Glasfußboden für Schwindelfreie oder der Berg Takao-san im Westen Tokyos. Auch beim Wandern im Fuji-Hakone-Nationalpark kann man einen atemberaubenden Blick auf den heiligen Berg genießen. Die besten Chancen, einen Blick auf den scheuen Fuji zu erhaschen, gibt es hier zwischen Dezember und Februar an sonnigen Tagen und nach starkem Wind.

Tief und fest vor sich hin schlummernd, scheint der Berg Fuji seit mehr als 300 Jahren in einen tiefen Dornröschenschlaf gefallen zu sein. Auch wenn er zuletzt im Jahre 1707 ausgebrochen ist und sein Ausbruchsrisiko als gering eingestuft wird, so behält sich der Fuji als aktiver Vulkan den Charme des Ungewissen bei.

Der Facettenreichtum des Fuji

Ein besonderes Schauspiel bietet der Fuji immer dann, wenn er schneebedeckt ist und die Sonne direkt über ihm auf- bzw. untergeht. Die Japaner nennen dieses Phänomen „Diamant-Fuji“. Wenn der Berg von der Morgensonne angestrahlt in rötlichem Licht erscheint, spricht man hingegen vom „Roten Fuji“. Der Berg mit seinen vielen Kosenamen ist seit jeher beliebter Gegenstand zahlreicher Darstellungen in Kunst und Literatur. Das bekannteste Beispiel hierfür ist wohl die Farbholzschnittserie „Die 36 Ansichten des Berges Fuji“ des japanischen Künstlers Hokusai.

Doch nicht nur für Dichter und Künstler war er schon immer Sinnbild von Schönheit und Ästhetik und Inspiration für zahlreiche ihrer Kunstwerke. Seine religiöse Verehrung ist seit Jahrhunderten Tradition in Japan. Früher als Heimat der Götter verehrt, ist der Berg auch heute noch für viele Japaner eines der wichtigsten Pilgerziele. Es ist der Traum eines Japaners, mindestens einmal in seinem Leben den Gipfel dieses Nationalheiligtums zu erklimmen. Der Fuji ist heute aber auch ein beliebtes Ausflugsziel bei Japan-Reisenden aus aller Welt. Jedes Jahr wagen Tausende von ihnen den Aufstieg.

Die Magie des Fuji hautnah erleben

Wenn Sie selbst einmal die magische Aura des majestätischen Vulkans erleben möchten, dann haben Sie bei mehreren unserer Reiseangebote die Möglichkeit hierzu. Besonders bei Reiseterminen im Juli oder August, Hauptsaison für die Fuji-Besteigung, können Sie den Zauber des schlafenden Riesen aus nächster Nähe aktiv miterleben. Dann sind beste klimatische Bedingungen geboten und es besteht die Möglichkeit einer Fuji-Besteigung mit einem örtlichen Bergführer gegeben.

Hier finden Sie unsere Fuji-Reisen.

Bildquelle: © JNTO, Fujiyoshida City, Akira Okada, Yasufumi Nishi, JTA

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Dr. Birgit Peschke

Ja, Korea gilt meine Liebe, aber auch an Japan habe ich einen Narren gefressen! In den Neunzigern war ich fast ausschließlich mit Chinareisen zugange, bis der große Einschnitt im Jahre 2003 in Gestalt der Sars-Epidemie die Reisewelle ins Land der Mitte unterbrach. Auf einmal hatten wir viel Zeit, die ich u.a. wieder für Reisen nutzte. Hongkong, Taiwan, Thailand – und Indien standen auf dem Programm. Seitdem haben wir Indien in unserem Portfolio. Unvergessen die ekstatischen Feiern zur Kumbh Mela in Haridwar im April 2010. Aber auch der Besuch im Goldenen Tempel in Amritsar im Oktober 2015 hat mich tief beeindruckt…

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