Unterwegs in Taiwan

Unterwegs in Taiwan

Ohne jegliches Wissen über Taiwan, die „Wunderschöne Insel“, habe ich sofort zugesagt, als ich gefragt wurde, ob ich nach Taiwan fliegen möchte. Mit acht weiteren Expedienten gingen wir vom 27. Mai bis 04. Juni auf Entdeckungstour. Startpunkt war die Hauptstadt Taipei.

Natürlich stand dabei auch das „Taipei 101“ auf dem Programm. 508 Meter ragt das Wahrzeichen über die Stadt, welches bis 2007 das höchste Gebäude der Welt war. Seinen Namen verdankt das „101“ schlicht der Anzahl seiner Stockwerke.

Im Longshan-Tempel mischten wir uns unter die unzähligen Gläubigen und genossen die ruhige Atmosphäre. Einen Besuch in der Gedenkstätte für Chiang Kai Shek konnten wir uns ebenfalls nicht entgehen lassen.

Am besten hat mir der Kontrast zwischen Alt und Neu gefallen. Das moderne Taipei mit vielen Hochhäusern und teuren Geschäftsvierteln und im Gegensatz dazu, enge Gassen und kleine Märkte.

Mit dem Zug fuhren wir vorbei an malerischen Landschaften bis nach Hualien, wo wir schon von der „Cidal Hunters School“ erwartet wurden. Deren Mitarbeiter lehrten uns Überlebenstechniken der Ureinwohner. Beispielsweise lernten wir, wie wir ein Feuer mit bloßen Händen entfachen können oder wie man Vögel fängt.

Ein Höhepunkt unserer Reise war der Ausflug in die etwa 20 Kilometer lange Taroko-Schlucht, die zu den berühmtesten Naturschönheiten Asiens gehört. Der „Schrein des ewigen Frühlings“ und die „Schwalbengrotte“, in der die Felswände so steil in die Höhe ragen, dass nur zur Mittagszeit ein Sonnenstrahl auf den Grund der Schlucht fällt, standen ebenfalls auf dem Programm.

Ein unvergessliches Erlebnis war auch die Wanderung auf den Mt. Hehuanshan bis auf 3.174 Meter Höhe. Mit dem Auto fuhren wir bis auf ca. 2.500 Metern Höhe, den Rest bewältigten wir zu Fuß. Die ca. zweistündige Wanderung auf steilen Wegen war anstrengend, doch wir wurden mit einem atemberaubenden Ausblick auf die umliegenden Berge belohnt.

Die friedvolle Atmosphäre und die smaragdgrüne Farbe des Sonne-Mond-Sees haben uns verzaubert. Der Name rührt von der Form des Sees her, die den chinesischen Schriftzeichen für Sonne und Mond ähnelt. Mit einer Fläche von fast 12 km² ist der See das größte Binnengewässer Taiwans. Es empfiehlt sich eine Fahrradtour entlang des Sees auf den gut ausgebauten Radwegen. Auf unserem kulturellen Programm standen Besuche des Xuan-Tempels, der Ci-En-Pagode und des überwältigenden Wenwu-Tempels mit seinem schönen Ausblick über den Sonne-Mond-See.

Mit dem Schnellzug fuhren wir schließlich zurück nach Taipei und erkundeten dort den Danshui-Fluss per Fahrrad und Boot. Abgerundet wurde der Tag mit einem Bad in den heißen Quellen des Hotels in Beitou. Anschließend besuchten wir den Nachtmarkt von Shilin. Er ist einer der größten Taiwans. Hier kann man bis in die frühen Morgenstunden essen und einkaufen. Es gibt wohl nichts, was man hier nicht kaufen kann.

Am letzten Tag besuchten wir den Yangmingshan-Nationalpark, eine reizvolle Bergregion mit Vulkankratern und dampfenden Thermalquellen. Ein Besuch des Hot Spring Museums und des Nationalen Palastmuseums, das mit rund 700.000 Exponaten die umfassendste Sammlung aus 5.000 Jahren chinesischer Geschichte in seinen Beständen hat, durfte nicht fehlen. Mit einem Abendessen im Teppanyaki-Restaurant endete der erlebnisreiche Aufenthalt in Taiwan.

Der Fam Trip war ein voller Erfolg für mich und nun weiß auch ich, warum die Portugiesen von der Ilha Formosa (der „Wunderschönen Insel“) schwärmten, als sie Taiwan zum ersten Mal gesehen haben.

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Ines Schröder

Während meiner ersten Inforeise nach Taiwan packte schließlich auch mich das Asienfieber. Taiwan hat mich mit seiner kulturellen Vielfalt, den kulinarischen Köstlichkeiten und mit seiner Gastfreundschaft sofort in den Bann gezogen. In der Zwischenzeit habe ich bereits die Tempel von Angkor in Kambodscha erkundet und die Wüstenstadt Dubai kennengelernt. Weitere Reisen auf den asiatischen Kontinent folgen sicher bald.

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