Geheimnisvolles Myanmar

Schwimmender Garten im Inle-See

Myanmar – auch Burma oder Birma – ist eines der schönsten und ursprünglichsten Länder Asiens. Nach jahrzehntelanger Isolation öffnete sich das Land erst vor einigen Jahren. Die Bevölkerung ist unglaublich gastfreundlich und wissbegierig, und doch stark von ihrer tiefen Religiosität und den Traditionen des Landes geprägt.

Wir stellen Ihnen die schönsten Ziele in diesem geheimnisvollen Land vor, den Zauber der alten Königsstätten und das viele Gold der Tempel.

Der einzigartige Inle-See

Der idyllische Inle-See ist eines der beliebtesten Reiseziele in Myanmar und ziert viele Erinnerungsfotos und Postkarten. Die Menschen, die dort wohnen nennen sich Intha, was in etwa so viel bedeutet wie „Menschen des Sees“. Ihre Häuser stehen mitten im Wasser, auf Holzstelzen und -pfählen. Um die Wasserdörfer erstrecken sich schwimmende Gärten, in denen Obst und Gemüse angebaut wird. Zusammen mit der Fischerei bildet dies die Nahrungsgrundlage der Intha.

Ein Haus der Intha am Inle-See

Der Fischfang auf dem Inle-See wird mit einer weltweit einzigartigen Technik betrieben. Die Fischer führen mit einem Bein das Ruder und haben so beide Hände zum Fischen frei.

Fischer am Insel-See

Auf dem See können Sie sich entweder in kleinen Ruderbooten oder großen Langbooten fortbewegen und so besonders gut die vielen Kanäle der Dörfer erkunden und die geschickten Einbein-Fischer bestaunen.

Die Ruinenstadt Bagan

Die Atmosphäre der alten Pagodenstadt Bagan ist einmalig! Tausende historische Tempel aus Ziegelstein schmücken das mehrere Quadratkilometer große Areal. Sie lassen auch heute noch die bedeutsame Vergangenheit der Region erahnen.

Bagan

Im 11. Jahrhundert war Bagan die Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs. Nicht zuletzt durch die günstige Lage an der Handelsroute zwischen Indien und China erlebte die Stadt in diesem Zeitraum ihre Blütezeit.

Der starke buddhistische Glaube der königlichen Herrscher veranlasste den Bau unzähliger Tempel, Pagoden und Klöster. Über zweitausend sind bis in die heutige Zeit erhalten. Das lässt den Mythos Bagans als Brücke zwischen Himmel und Erde bis jetzt fortdauern.

Bagan

Fast ironisch ist es, dass der Wettlauf um die Gunst der Götter letztendlich den Untergang der Königsstadt bedeutete. Die horrenden Kosten für Bau und Betrieb der Tempel schwächte Bagan finanziell so stark, dass die Herrscher Angriffen aus dem Norden letztlich nichts mehr entgegensetzen und den Untergang der prachtvollen Stadt nicht aufhalten konnten.

Das Ruinenfeld ist ein archäologisches und architektonisches Erlebnis!

Eine berühmte Sehenswürdigkeit Bagans ist die Shwezigon-Pagode aus dem 11. Jahrhundert mit ihrem vergoldeten Chedi. Der Überlieferung nach bestimmte der König den Standort der Pagode, indem er eine Zahnreliquie Buddhas auf den Rücken eines Elefanten band und wartete, wo sich dieser hinlegte. Daran erinnert Sie der große Elefant am Eingang der Pagode.

Die prächtige Shwedagon-Pagode

Bei einem Besuch der Shwedagon-Pagode in Yangon dominieren zwei Farben den Gesamteindruck: Gold und Rot.

Shwedagon-Pagode

Die vielen vergoldeten Stupas reflektieren das Sonnenlicht und lassen die Pagode erstrahlen. Man sagt, hier befinde sich mehr Gold als im Safe der Bank von England. Die dunkelroten Kutten der buddhistischen Mönche stehen im optischen Kontrast dazu, fügen sich aber zu einem harmonischen Gesamtbild, dem man sich nicht entziehen kann.

Mit rund 100 Metern Höhe ist die Pagode die größte der Welt. Im Inneren befinden sich viele Gebetshallen, Tempel und Buddha-Statuen, die von Besuchern und Pilgern aufgesucht werden.

Der Goldene Felsen von Kyaikhtiyo

Gut 1000 Meter über dem beschaulichen Örtchen Kinpun thront der Kyaikhtiyo-Felsen. Allein der Weg hinauf ist ein kleines aber machbares Abenteuer. Sie starten im ersten „Basislager“ in Kinpun und fahren das größte Teilstück motorisiert in Richtung zweites „Basislager“. Das letzte Teilstück des Weges muss zu Fuß zurückgelegt werden. Die Mühen des etwa einstündigen Aufstieges werden durch einen fantastischen Ausblick vom Gipfel und die magische Atmosphäre rund um den Goldenen Felsen belohnt.

Die Kyaikhtiyo-Pagode befindet sich auf dem massiven goldenen Felsbrocken, der gänzlich mit Blattgold bedeckt ist und den Eindruck erweckt, er könne jeden Moment in die Tiefe stürzen.

Der Legende nach hält ihn nur ein Haar Buddhas.

Der Goldene Felsen von Kyaikhtiyo (Bildnachweis: flickr; dany13)

Wir empfehlen Ihnen, entweder den Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang am Goldenen Felsen zu erleben. Das werden Sie nie wieder vergessen!

Die U-Bein-Brücke in Amarapura

Die U-Bein-Brücke in der Nähe von Mandalay ist wohl eine der spektakulärsten Fußgängerbrücke der Welt. Die 1,2 Kilomater lange Brücke wurde 1850 erbaut und gilt als älteste und längste Teakholzbrücke der Welt.

U Bein Brücke

Der auffällige Name stammt keinesfalls daher, dass ihre langen Stelzen u-förmig im Wasser stehen. Die Brücke ist nach dem damaligen Bürgermeister und Planer U Bein benannt worden.

Für die Bevölkerung stellt die Brücke heute nach wie vor eine wichtige Verbindung über den Taungthaman See dar. Für Besucher ist ein Spaziergang auf der Brücke ein weltweit einmaliges Erlebnis!

Der Traumstrand Ngapali Beach

Neben faszinierender Kultur wartet Myanmar auch mit absoluten Traumstränden auf. Ngapali Beach haben wir Ihnen hier bereits vorgestellt. Doch auch an dieser Stelle wiederholen wir uns gerne, denn der feine Sand, die unzähligen Palmen und das kristallklare Wasser sind ein paradiesisches Erlebnis. Menschenmassen trifft man hier nicht, dafür grüßen Sie wunderschöne Sonnenuntergänge!

Ngapali Beach

Alle unsere Reiseangebote zu Myanmar finden Sie hier. Besuchen Sie ein Land, in dem die Zeit lange scheinbar stehen blieb. Erleben Sie Asien in seiner ursprünglichen und geheimnisvollen Form.

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Dr. Bernd Jordan

Für EAT erkunde ich am liebsten neue Reiseziele. In jüngster Zeit haben mich besonders die wilde Gebirgslandschaft im Norden von Laos, in Myanmar das Tempelfeld von Mrauk U und die Region südlich von Yangon beeindruckt. Großes Potenzial für alle Entdecker haben die Regionen Mondulkiri und Rattanakiri in Kambodscha. Wer von Phnom Penh nach Angkor will, sollte unbedingt den Landweg über Battambang wählen und von dort mit dem Boot über den Tonle Sap schippern. Hier findet man zwischen zwei touristischen Hotspots noch das ursprüngliche Asien und seine liebenswerten Menschen.

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